Obomilla Waldchalets

Der Name Obomilla leitet sich aus der historischen Bezeichnung des nahegelegenen landwirtschaftlichen Betriebes und dem örtlichen Dialekt ab.

Das Projekt befindet sich in Meransen in Südtirol in einer idyllisch gelegenen Fichtenwaldenklave mit toller Aussicht auf die Dolomiten. Das Areal ist mit einem einfachen Weg erschlossen, der auch als Wanderweg zu den alpinen Zielen am Gitschberg führt. Die winterliche Skipiste legt sich unweit auf das Gelände und kann fußläufig erreicht werden. Auch ein Bachlauf führt am Standort vorbei, welcher in der Sommerszeit zum Kneipen und im Winter nach dem Saunagang zur Kaltdusche einlädt. Der Gast steht in diesem Sinne eng verbunden mit der umgebenden Natur und genießt deren unzähligen Vorzüge.

Der Wunsch nach individuellen Wohnformen im Tourismus sowie die Gebäudestereotypen der örtliche Baukultur sind charaktergebend für das architektonische Entwurfskonzept zu den Obomilla Waldchalets in Meransen. Für die Auftraggeber wurde ein Gebäudegefüge mit drei Einheiten konzipiert, welche auf die Bedürfnisse des Gastes zugeschnitten sind. Die Fächerform schafft Privatsphäre und sorgt für unterschiedliche Ausblicke in die umgebende Natur, deren einmalige Qualitäten gleichermaßen in das Gebäudeinnere geführt werden. Die überdimensionalen Glasausschnitte an der Talseite definieren den jeweiligen Ausblick als Landschaftsbild und machen damit jede Wohneinheit einzigartig.

Das Fassadenbild wurde aus der Textur des umgebenden Fichtenwaldes abgeleitet. Ein vertikales Holzgerippe wird einerseits zur statischen und andererseits zur gestalterischen Komponente des Entwurfes. Eine metallene Hülle schützt das weiche holzige Innenleben der Einheiten. Dieses wurde nach baubiologischen Kriterien umgesetzt.

Die Einheiten berühren sich leicht an deren Eckpunkte, verschmelzen jedoch nicht miteinander. Dadurch entstehen interessante Nischen, welche das ursprünglichen Geländeverlauf sensibel ablesbar lassen. Ziel des Architekten war es, den natürlichen Hangverlauf weitgehend zu erhalten und so wenig wie möglich einzugreifen. Diese respektvolle Haltung zur Natur zeichnet sich in vielen seiner Projekte ab.

Die Einheiten werden über einen gemeinsamen hangseitigen Vorbereich autonom erschlossen und gliedern sich in drei Ebenen. Eine zentral angeordnete Spindeltreppe, ausgeführt in Schwarzstahl, steht in jeder Einheit als verbindendes Element der Geschosse und sorgt gleichermaßen für einen gestalterischen Akzent. Dem Wohnraum und einem Schlafraum wird zudem eine großzügige witterungsgeschützte Terrasse vorgelagert die vor allem zur Sommerszeit stark genutzt wird. Das Innenleben der Einheiten ist in Analogie zum angrenzenden Wald in naturbelassenem und gebürstetem Fichtenholz ausgeführt. Der Duft des natürlichen Holzes unterstreicht die Wahrnehmung als Hütte und beruhigt wohltuend. Ergänzt mit einem Private Spa, welches geschützt in den Wald hin ausgerichtet ist, laden die Obomilla Waldchalets zu einem entspannenden Urlaub ein.