Habitat UA _ concrete house

Habitat UA _ concrete house ist ein Wohngebäude aus Dämmbeton und Zuschlag aus Schaumglas.

Langgezogene Natursteinmauer prägen das Bild der westlichen Talhälfte des Eisacktales. Im Brixner Raum ein eisenlastiger Granit, im mittelsüdlichen Eisacktal ein Porphyr, welcher sich teilweise im Verwitterungsprozess dunkelgrau einfärbt. Der Bauplatz in Barbian, ein steil abfallender Osthang, geprägt von eben diesen Mauern, mit grandioser Aussicht und direktem Blick zum Schlern, den großen Gebirgsbrocken im Grödental und der rundlichen Plose.

In Analogie zu diesem Umfeld wurde in einem intensiven vielschichtigen Planungsprozess ein Objekt entwickelt, welches die wesentlichen Komponenten der charakteristischen Natur- und Kulturlandschaft des Eisacktals aufgreift und sich auf selbstverständliche Art und Weise als dreigeschossiger Baukörper in die Topographie und dem baulichen Kontext integriert. Ein Gebäude mit Bewusstsein auf ökologisches mineralisches gesundes Bauen, welches in der Konsequenz aus Dämmbeton errichtet wurde. Der Baukörper wird von der vorbeiführenden Erschließungsstraße im Dachgeschoss erschlossen. Eine einläufige Treppe für in das Zwischengeschoss, in welchem der Wohnbereich untergebracht ist. Im Erdgeschoss befinden sich die Schlafräume sowie ein Nassbereich. Das Gebäude wurde mit einem Schachtraum vom Erdreich abgesetzt in welchem sich auch die notwendigen Lagerräume befinden.

Das Gebäude stellt zweifelsohne einen Prototypen dar und ist das erste seiner Art in Südtirol. Im Zuge der Entwicklung wurden auf die Ausführung von besonderen Details geachtet, welche ohne Verbundbauweise und PU Dämmstoffe funktionieren. In Abhängigkeit der unterschiedlichen Klimazonen können die Details entsprechend angepasst werden. Habitat UA _ concrete house ist in der gebauten Form ein nachhaltiger Beitrag für eine zeitgemäße Baukultur darstellen.

 

Die speziellen klimatischen Gegebenheiten im Alpenraum sowie die Anforderungen der nationalen Energiesparrichtlinien zwingen Fachleute darüber nachzudenken, wie die Anwendung von Baustoffen optimiert angewendet werden kann, ohne dass Sondermüll produziert wird.

Architekt Andreas Gruber

 

Dieses Thema wird uns in Zukunft noch mehr beschäftigen. Ein Gebäude muss für uns daher zu 100% recyclebar sein. Der Baustoff „Dämmbeton“ hat diese Voraussetzungen und wurde für dieses Konzept aufgegriffen. Gemeinsam mit kompetenten und innovationswilligen Partnern wurde dieses Ziel in einen funktionierenden Prototyp umgesetzt. Das Objekt ist unter diesem Gesichtspunkt kein Versuch, sondern gebaute Realität.